01. Dezember 2025 | MOVEMBER: Männergesundheit im Fokus

Jedes Jahr im November lassen sich Männer weltweit einen Schnurrbart wachsen – als sichtbares Zeichen für mehr Bewusstsein rund um die Männergesundheit. Der Movember ist längst mehr als ein modischer Trend. Es ist eine globale Gesundheitsbewegung, die Männer dazu motiviert, ihre körperliche und seelische Gesundheit ernster zu nehmen, Vorsorge wahrzunehmen und über gesundheitliche Beschwerden zu sprechen.

Willkommen im November!

 Thema:

  • MOVEMBER –  Fokus Männergesundheit im November Vorsorgeuntersuchungen: Make prevention SEXY again

 

Der November steht ganz im Zeichen von Movember – einer globalen Gesundheitsbewegung, die darauf aufmerksam macht, wie wichtig es ist, die körperliche und seelische Gesundheit von Männern ernst zu nehmen. Männer sprechen häufig später über Beschwerden, suchen seltener Vorsorgeangebote auf und unterschätzen Risiken. Das möchten wir ändern – mit Wissen, Prävention und individueller Beratung.

was steckt hinter movember? november ist männermonat

Jedes Jahr steht der November weltweit im Zeichen der Männergesundheit und der lautet: Movember 

Der Begriff Movember setzt sich aus moustache (englisch und französisch  für Schnurrbart) und November zusammen. Entstanden ist die Aktion 2004 in Australien im Rahmen einer caritativen Spendensammelaktion. Eine Gruppe junger Männer aus Adelaide rief dazu auf, mit Bärten ein Zeichen für Männergesundheit zu setzen.
Aus dieser Idee ist eine gemeinnützige Stiftung entstanden, die den Movember weltweit etabliert hat. 

Inzwischen findet die Aktion in über 20 Ländern, auch in Deutschland, jedes Jahr im November statt. Das Motto lautet stets:  „Grow a mo, save a bro“.

männergrippe
mythos oder wirklichkeit

„Männergrippe“ ist mehr als ein Klischee – Infekte verlaufen bei Männern nachweislich oft schwerer, weil Gene und Hormone ihr Immunsystem anders steuern.

Warum brauchen wir den Movember?

Studien zeigen: Männer achten im Durchschnitt weniger auf gesunde Ernährung, gehen deutlich seltener zu Vorsorgeuntersuchungen und holen sich bei psychischen Problemen später Hilfe als Frauen. Gleichzeitig wird weniger darüber gesprochen – häufig, weil veraltete Rollenbilder fortwirken: Männer sollen stark sein und möglichst keine Schwächen zeigen.
Während Frauen bereits in jungen Jahren regelmäßig medizinisch begleitet werden – etwa durch die Routinebesuche beim Frauenarzt –, verlieren viele Männer nach den „U-Untersuchungen“ in der Kindheit den Kontakt zur systematischen Gesundheitsversorgung. Es entsteht eine Betreuungslücke, die sich über Jahre oder sogar Jahrzehnte ziehen kann. Dadurch werden viele Erkrankungen erst dann entdeckt, wenn sie bereits fortgeschritten sind und gerade dann ist eine Behandlung oft deutlich schwieriger.

Männer erfahren andere Symptome

Das Selbstbild „Ich bin stark! Schwäche? Ich doch nicht!“ prägt oft den Umgang mit psychischen Belastungen, da die psychische Gesundheit von Männern noch häufiger von Scham und Tabus geprägt ist. Gleichzeitig werden Depressionen bei Männern häufiger übersehen, weil sie sich anders äußern als bei Frauen: Statt Traurigkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen stehen bei ihnen oft körperliche Schmerzen, Reizbarkeit, Rückzug oder der erhöhte Konsum von Alkohol und anderen Substanzen im Vordergrund – mit erheblichen Folgen für Selbstisolation und Suizidalität. Im amerikanischen Raum spricht man deshalb auch von „Male Depression“. Typische Anzeichen können zudem Aggressivität und Arbeitswut sein. Nicht selten führt gerade der Versuch, sich in Arbeit zu flüchten, zu Fehldiagnosen – denn viele Männer hören lieber die Diagnose Burn-out als Depression.

 

Der Movember möchte genau hier ansetzen: Männer sollen ihre Gesundheit ernster nehmen, Warnzeichen beachten, die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen nutzen und dabei auch über ihre Gefühlslage sprechen.

november ist männermonat gemeinsam für mehr bewusstsein und früherkennung

Was Sie für Ihre Gesundheit tun können: 

 

•    Nehmen Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahr
•    Sprechen Sie über Beschwerden – körperlich wie psychisch
•    Hören Sie auf Warnsignale Ihres Körpers
•    Lassen Sie sich beraten, wenn familiäre Risiken bestehen
•    Achten Sie auf Bewegung, Ernährung und Stressreduktion

zahlen • daten • fakten
warum wir den movember brauchen

Der Movember verfolgt ein klares Ziel:

Die vorzeitigen Todesfälle bei Männern bis 2030 um 25 % zu reduzieren.

 

Prostatakrebs

  • Etwa 1 von 8 Männern erkrankt im Laufe seines Lebens
  • Durchschnittliches Erkrankungsalter: Um die 70 Jahre
  • Früherkennung verbessert die Heilungschancen deutlich
  • Prostatakrebsvorsorge ab 45 Jahren – mit Tastuntersuchung und gegebenenfalls PSA-Test – ermöglicht eine frühzeitige Erkennung und verbessert die Heilungschancen deutlich.

 

Hodenkrebs

  • Häufigste Tumorerkrankung bei jungen Männern
  • Betroffen sind vor allem Männer zwischen 15 und 45 Jahren
  • Früh erkannt: über 95 % heilbar
  • Monatliche Selbstuntersuchung der Hoden – am besten unter der warmen Dusche – hilft, Knoten oder Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Hodenkrebs rechtzeitig zu behandeln.

 

Psychische Erkrankungen & Suizid 

  • Etwa 8 von 100 Männern entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Depression, die aber deutlich seltener erkannt und diagnostiziert wird als bei Frauen. 
  • Männer sprechen seltener über Gefühle, zeigen Depression eher als Reizbarkeit, Sucht oder geben Überarbeitung an.
  • Männer begehen 3–4-mal häufiger Suizid als Frauen, etwa 10.000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben – und etwa drei Viertel davon sind Männer.
  • Hauptprobleme: Späte Hilfesuche, Schweigen, Überforderung
  • Männer öffnen sich bis zu 60% häufiger, wenn sie mit einem anderen Mann über persönliche Themen sprechen.

Hilfe & Kontakt

Nicht warten bis Ihre Sorgen überhandnehmen – sprechen Sie darüber 

und holen Sie sich frühzeitig Unterstützung. 

Ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen oder ihrem Hausarzt kann der     wichtigste Schritt sein.

 

Telefon Seelsorge (24h)
 0800 111 0 111 | 0800 111 0 222
 https://www.telefonseelsorge.de

 

Männerhilfetelefon – Beratung & Krisenhilfe
 0800 123 99 00
 https://www.maennerhilfetelefon.de

 

Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit
 https://www.mann-und-gesundheit.com

make prevention sexy again
einfache maßnahmen mit großer wirkung

Vorsorge ist die einfachste Art, Ihre Gesundheit nicht dem Zufall zu überlassen. In unserer Praxis erhalten Sie alle wichtigen Vorsorgeleistungen der gesetzlichen Krankenkassen und der meisten privaten Krankenversicherungen:

  • Gesundheits-Check-up
  • Darmkrebs-Früherkennung
  • Hautkrebsscreening
  • Bauchaorten-Screening für Männer ab 65
  • Jugendvorsorge (J1 & J2) und Jugendschutzuntersuchung
  • Impfberatung & Impfungen nach STIKO

 

Wenn Sie Fragen haben zu bestimmten Gesundheitsthemen, Impfungen oder eine Vorsorgeuntersuchung möchten, stehe ich Ihnen in meiner Praxis gerne zur Verfügung. Wir prüfen gerne, welche Untersuchungen Ihnen zustehen – und erinnern Sie auf Wunsch an fällige Vorsorgetermine.